Freitag, Dezember 29, 2006

The Mission – Oh happy Day

My Way to Coolman Wintertriathlon in Freudenstadt / Kniebis

Was für ein schöner Muskelkater, ich wusste doch, dass Intervalle immer gut sind, um einen so richtig an die Grenzen zu führen. Hochmotiviert vom Weltcupwochenende am Rhein bin ich direkt vom Fernseher auf die Laufstrecke abgebogen und habe mit den Herbststürmen gekämpft. Bei Rückenwind fühlte ich mich wie Haile Gebrselassie („oder so ähnlich“, jedenfalls Weltrekordler und Olympiasieger,… nicht nur über die 10000m und jetziger Marathoni), sah aber nicht ganz so braun aus und dann kam ja auch noch der Gegenwind.
Da fühlte ich mich eher in der Herbstdepression angekommen und im Schnitt war das Ganze nicht sonderlich geschmeidig. Nachdem ich festgestellt hatte, dass die früheren Zeiten, in denen man locker im 5er Schnitt und fast locker im 4er Schnitt durch die Gegend gepirscht ist, vorbei sind, nehme ich erst gar kein GPS-Gerät mit, um die Motivation nicht vollends in den Keller zu fahren.
Hinterher gab es für die Endorphine gleich noch die „perfekte“ Sporternährung mit Eis essen in der Stadt und da ich ja auf Diät bin (2kg habe ich schon abgenommen und 2kg sollten es noch werden), habe ich mich ganz vorbildlich für die normale Portion entschieden, obwohl mich der XXL-Becher nach meinem XXL-Training schon gereizt hätte.
Apropos (wieder so ein „oder so ähnlich“) Diät – nachdem bei mir ja nun die fetten Sportlerjahre mit futtern ohne Ende und null Gramm Gewichtszunahme leider vorbei sind, ich aber immer noch ein leidenschaftlicher Esser bin und mein Körper bei leckerem Essen kein Sättigungsgefühl kennt, stecke ich ganz schön in der Zwickmühle. Denn dummerweise gerade zu Zeiten der Bikini-Figur neige ich dazu mit schöner Regelmäßigkeit ein paar Pfund drauf zu packen und das Six-Pack hinter Six-Rolls zu verstecken. Also ist es mein größtes Ziel, das Gesetz der Serie niemals eintreten zu lassen und mich gegen den Trend zum Waschbär zu stemmen, das heißt in jedem Jahr eben nicht nur älter, sondern auch ein Kilo schwerer zu werden.
Wisst Ihr eigentlich, wie gemein das ist? Um ein Kilo pro Jahr drauf zu legen reicht es schon aus, jeden Tag die lächerliche Menge von 3 Stückchen (nicht Riegel) Schokolade über dem eigenen Bedarf zu futtern. Das würde mir normalerweise nicht mal auffallen, wenn ich drei Stückchen Schoki esse, aber es reicht schon aus, um unweigerlich fett zu werden.
So siehts aus und auf Dauer will ich einfach nicht die magische Grenze von 80kg überschreiten. Dabei habe ich jetzt auch wirklich alle Tricks einfließen lassen, um meinen BMI schön zu rechnen. Nach einer ausgiebigen Nachtruhe und dem Stoßgebet am Abend, meine Zwischenwirbelscheiben mögen sich maximal mit Wasser voll saugen, bin ich stolz aufgerichtet am nächsten Morgen direkt zur Messschiene gelaufen und siehe da, der DW ist ein ganz schön großes Kerlchen.
Entgegen bisherigen Annahmen bringe ich es auf stolze 188,5cm Körperhöhe, was mir natürlich richtig viel hilft, um beim BMI noch ein wenig mehr zu glänzen und meinen Gegnern am Start des Coolman sicherlich das Fürchten lehrt, denn ich kämpfe mit harten Bandagen.
Jungs, zieht Euch warm an! (es wird Winter)

Hang Loose

DW

Keine Kommentare: