Jetzt ist es wahr, ich habe einen gnadenlosen ersten Trainingsblock gefahren, indem ich eine Stunde Skirollern war und noch 2,5 Stunden Rad fahren sowie eine Stunde laufen. Das Alles nicht an einem Tag, NEIN, an drei Tagen!!!
RESPEKT – Ich glaub ich spür schon, wie die Form kommt, oder auch nur der Muskelkater, also erst mal Pause machen und nen Artikel schreiben und die Waage anbrüllen. Jedenfalls habe ich beim Anblick der Sonne am Samstagmorgen ganz spontan und flexibel, wie man ja als jung-dynamisch-erfolgloser Existenzgründer sein sollte, umdisponiert und eine Radeinheit eingebaut, denn man weiß ja nie, wann der erste Schneesturm durch Jena peitscht (wahrscheinlich Ende Januar, wenn schon Alles vorbei ist).
Also rauf aufs knallgelbe Rennrad, warm eingepackt und losgedrückt. Dumm nur, dass ich dabei zwar alle wichtigen Körperteile des Mannes gut verpackt und gepolstert habe, nur bei den Füßen irgendwie immer noch in besten Triathlonzeiten hängen geblieben war, denn nach ca. einer Stunden kam so ein Kälteschmerz in meinem Hirn an und ich stellte fest, dass ich barfuss in meine harten Radschuhe gestiegen war. Was uns nicht tötet, macht uns härter, doch leider hatte sich auch die Sonne mittlerweile in wärmere Gefilde verpisst und wortgemäß musste es, da ja auch Weltcupwochenende in Düsseldorf war, alsbald anfangen zu pieseln, so dass aus meiner Schönwetterfahrt irgendwie ein hartes Stück Überlebenstraining wurde und ich froh war, zwischendurch auf meinem ebenso knochenharten PowerBar rumkauen zu dürfen, um mich warm zu klappern und mich darüber zu freuen, dass Banane noch nie mein Lieblingsgeschmack war.
Zu Hause war ich dann aber ganz der alte Modellathlet und habe das Fahrrad erstmal liebevoll geputzt, denn immerhin bin ich diesmal ohne Sturz nach Hause gekommen und unterwegs sind mir auch die absolut geheimen Monstereinheiten für den formidablen Formaufbau eingefallen. Nachdem dies also ausreichend gewürdigt wurde und auch die heiße Dusche meine Füße wieder erwärmt hatte, ging es sogleich an die perfekte Sporternährung mit Döner komplett und Schokolade. Damit gelingt die Regeneration garantiert und der Lauf mit einminütigen Anstiegsintervallen am kommenden Tag wird ein Leichtes sein.
Leider bin nur ich noch nicht ganz so leicht wie ein Bergfloh, so dass ich für den Außenstehenden wohl doch eher mühsam den Berg hinauf kroch, als denn flog, aber der Wille zählt und Schmerz vergeht, Ruhm besteht. So sehe ich positiv nach vorne und such gleich noch einen Schokoosterhasen zum Verputzen.
Hang Loose
DW
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