Zum fünften Mal startet der Langlauf Weltcup in Düsseldorf in die Saison und vier Mal hieß der Sieger bislang Larsson aus Schweden und viel Mal waren die deutschen Starter chancenlos. Nur diesmal nicht, da der Schwede im Viertelfinale stürzte und damit chancenlos blieb sowie die Deutschen mit der neuen Sprintgruppe um den finnischen Trainer offensichtlich auf einem guten Weg sind.
Vier Mal zog das Spektakel hunderttausende Menschen an die Banden und doch bleibt fraglich, ob damit auch nur ein neuer deutscher Langlauf-Star gewonnen werden kann. Der Ski Langlauf im Rheinland ist sicher ein Medienereignis und im Ruhrgebiet mit Millionen von Einwohnern wird man wie beim Biathlon auf Schalke auch stets Unmengen an Zuschauern und damit eine gute Stimmung erhalten, doch wohl kaum einer wird deshalb seine Kinder zukünftig zum Ski Langlaufen anstatt zu Borussia Dortmund und Co. schicken.
Nicht nur aus Sicht der Athleten und Trainer ist der Termin in Düsseldorf zudem ein wenig früh im Jahr im Rahmen der Saisonvorbereitung, sondern auch die Fernsehstationen haben dankend abgewunken, das von der FIS eigentlich geforderte Live-Signal zu senden, so dass letztlich der WDR als drittes Programm die Ausstrahlung übernahm und auch nach Ansicht der FIS ist der Termin in Düsseldorf ein wenig früh in der Saison.
Man wird also davon ausgehen können, dass sich zumindest der Termin für den Auftakt im kommenden Jahr verschieben wird und aus Sicht der Nachwuchsgewinnung im DSV sollte man eher auf Städte wie München, Freiburg, Stuttgart, Erfurt und Dresden setzen, wobei München ja bereits für die Tour de Ski berücksichtigt wurde und die anderen Städte sicher kleiner und unbekannter, aber eben auch skisportnäher sind. Interessant und absolut begrüßenswert ist der Ansatz eines Nachwuchsrennens im Rahmen des Weltcups, zu dem der beste Langläufer aller Zeiten, Björn Dählie aus Norwegen, die Schirmherrschaft übernommen hat. In Skandinavien nehmen an solchen Rennen mehrere tausend Kids teil und zum Beispiel am Holmenkollen gibt es dafür eigene Events mit gigantischen Teilnehmerfeldern. Damit kann man die Kinder ganz nah ran bringen an die Faszination einer Sportart und gibt die beste Motivation für Training und Wettkampf. Solche „Rahmenwettkämpfe“ sollte man also zukünftig häufiger anbieten.
Hang Loose
DW

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen